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Alpha Familie
Lesen und Schreiben für Familien: Das Projekt AlphaFamilie

In Berlin leben ungefähr 164.000 Analphabeten. Nach Schätzungen des Deutschen Volkshochschul-Verbandes kann jeder 15. Berliner über 15 Jahren nicht ausreichend lesen und schreiben, um den gesellschaftlichen Anforderungen auf diesem Gebiet gerecht zu werden. In den Familien der Betroffenen ist oft zu beobachten, dass die Schwierigkeiten von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Dieser Tatsache trägt der Ansatz der Family Literacy, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam gefördert werden, Rechnung. Er ist in Deutschland noch relativ neu, wird aber in anderen Ländern, vornehmlich in den angelsächsischen, bereits erfolgreich in der Praxis angewandt. Ein neues vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt der Freien Universität Berlin und des Arbeitskreises Orientierungs- und Bildungshilfe (AOB e.V.) ist diesem Ansatz verpflichtet: In den Kursen des Projektes AlphaFamilie werden erwachsene Analphabeten gemeinsam mit ihren Kindern im Vorschulalter gefördert. So soll kurz vor dem kritischen Punkt des Übergangs von der Kita zur Grundschule gewährleistet werden, dass der Zugang der Kinder zur Schriftkultur nicht von vornherein durch Hemmnisse verstellt ist. Die Kinder sammeln Erfahrungen mit Geschichten, Bilderbüchern, Sprachspielen etc. und erkennen, dass die Beschäftigung mit Büchern und Schriftsprache lustvoll sein kann. Darüber hinaus wird im Einklang mit der Idee des „Generationenübergreifenden Lernens“  ein zweiter Schwerpunkt auf die Elternbildung gelegt. In den kostenlosen Kursen, die im AOB in Kreuzberg stattfinden werden, sind noch Plätze frei.

Informationen unter (030) 6934038 und im Internet unter  "http://www.alphafamilie.de"