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In Zukunft sporttauglich
Die Halle der Lessinghöhe wird saniert

Seit Mitte April wird die Halle des Kinder- und Jugendzentrums Lessinghöhe saniert. In Zukunft wird nicht nur das gesamte Gebäude energieeffizienter sein und schicker aussehen, es wird auch mehr Nutzungsmöglichkeiten bieten.


Finanziert wird die Sanierung aus dem Baufonds der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Vorausgegangen war der Vorschlag des Quartiersrates Rollbergsiedlung, die Lessinghöhe auf die Liste potenzieller Bauprojekte in Neukölln zu setzen.

Ein Spiegel der Zeit
Errichtet wurde die Halle Mitte der fünfziger Jahre, und an manchen Ecken scheint der Stil der Nachkriegszeit noch durch. Vor allem jetzt, wo die Bauarbeiter den Putz von den Wänden gehämmert haben und das alte Mauerwerk zum Vorschein kommt. Das Kinder- und Jugendzentrum hat naturgemäß viele Moden mitgemacht, von Rock 'n' Roll in den Fünfzigern bis zum aktuellen Hiphop. Irgendwo dazwischen angesiedelt ist wohl auch die Herkunft der aufwendig bemalten Leinwand, vor der jetzt ein ratloser Jürgen Schmeichler steht, der Leiter der Lessinghöhe. "Wir wissen nicht, wer das Bild gemalt hat und auch nicht, wann es entstanden ist." Zum Vorschein kam es, als die Bühne entrümpelt wurde. Jürgen Schmeichler fragt jetzt überall herum, ob jemand etwas über das professionell angefertigte Gemälde weiß. Nur soviel ist klar: es muss einmal als Bühnenbild für eine Theateraufführung gedient haben.

buehnenbild lessinghoehe
Die Lessinghöhe sucht nach dem Urheber des Gemäldes, das bei den Sanierungsarbeiten entdeckt wurde.


Sichere Rahmenbedingungen für Sportangebote
Die Bühne wird auch nach den Renovierungsarbeiten bleiben, sie wird aber begradigt und büßt ihre fest gemauerte Treppe ein. Denn als wichtigste Neuerung wird die Halle "sporttauglich" werden. Alle hervorstehenden Teile werden entfernt, an die Ecken und Ausbuchtungen wird ein Prallschutz montiert. "Die Halle wird zwar schon seit Längerem für Fitness- und Tanzsport genutzt. In Zukunft soll aber noch mehr möglich sein", erklärt Jürgen Schmeichler. Die Kitas und Schulen, die die Halle nutzen, wenn deren eigene Sportkapazitäten erschöpft sind, wird's freuen. Zumal in den ursprünglichen Planungen für die Sanierung das Thema Sport gar nicht vorgesehen war. "Unsere Jugendlichen haben das durchgesetzt", so Schmeichler. Wie schon bei vorangegangenen Bauprojekten wurden die Jugendlichen, die regelmäßig in die Lessinghöhe kommen, in die Planungen miteinbezogen. So ist gewährleistet, dass die Projekte nicht an der Zielgruppe vorbei gebaut werden und dass sich die Jugendlichen viel besser mit den Ergebnissen identifizieren können. Tischtennis, Bewegungsspiele, Tanz- und Fitnessangebote sowie Mannschaftssport wird in begrenztem Rahmen möglich sein. Wenngleich die Halle auch nach der Sanierung keine vollwertige Turnhalle sein wird. Dazu ist die Decke zu niedrig und es gibt zu wenig Stauraum für Sportgeräte.

Veranstaltungs- und Begegnungszentrum Rollberg
Weiterhin möglich sein wird die Nutzung der Halle für Kiezveranstaltungen wie z.B. den Rollberger Superschüler oder gemeinsame Feiern. Zumal im Zuge der Renovierung auch neue Stühle angeschafft werden sollen, die sich leichter stapeln lassen als die alten. Wenn alles planmäßig läuft, wird die Halle Ende des Jahres als neues „Veranstaltungs- und Begegnungszentrum Rollberg“ wieder geöffnet sein.


 

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